Die richtige Haarbürste

Viele Hersteller von Friseurartikel stellen Unmengen verschiedener Haarbürstentypen in den unterschiedlichsten Preisklassen her. Das reicht von einfachen Kunststoff-Kopfmassagebürsten ab ca. 0,50 € bis hin zu luxuriösen Edelhaarbürsten ab 20,00 € aufwärts.

Welche Bürste eignet sich für mein Haar?
Vorab sollte jeder seine Haarstruktur kennen, die Beschaffenheit des Haares überprüfen (oder vom Fachmann/-frau überprüfen lassen) und vor allem, ob es mit Chemikalien (Dauerwelle / Färben) bearbeitet wurde. Nachfolgend finden Sie einige Beispiele, welche Haarbürsten für welches Haar zu empfehlen sind:

Glattes kurzes Haar
Da man bei kurzem Haar mit der Bürste automatisch mehr über die Kopfhaut streicht als bei Langem, wird sie auch mehr beansprucht.

In diesem Fall können Kunststoff- oder Drahtbürsten mit Noppen genommen werden. Die Noppen verhindern, dass die Borsten nicht zu sehr auf der Kopfhaut kratzen und zum anderen keine Haare ausgerissen werden. Wird die Kopfhaut zu sehr gereizt, entstehen leicht Hautprobleme wie Schuppen, Entzündungen oder gar Ekzeme.

Schulterlanges bis langes, glattes Haar und leichte Naturwelle
Ab einer gewissen Haarlänge sollte man auf eine Bürste mit Naturborsten mit Nylonstiften zurückgreifen, die über ein Pneumatik-Kissen verfügt. Die Nylonstifte greifen tiefer ins Haar als die bloßen Naturborsten und macht das Durchkämmen leichter. Das Luftkissen bewirkt einen sanfteren Druck auf die Kopfhaut und hemmt gleichzeitig das Reißen an den Haaren, wenn sich mal Knoten gebildet haben.

Sicherlich genügt auch eine reine Nylonbürste, aber hier läuft man immer Gefahr, dass sich die Haare elektrisch aufladen, das geschieht besonders im Winter, wenn man zu dem noch Kunstfasern trägt (Mütze, Schal, Kunststoffsohlen).

Lockiges Haar
Es spielt hier keine Rolle, ob es sich um eine natürliche Lockenpracht handelt oder eine Dauerwelle, denn beide Haartypen sind mit großer Behutsamkeit zu umsorgen. Die Haarlänge spielt dabei keine Rolle.

Bei Lockenköpfen muss die Vorpflege schon stimmen. Das heißt Shampoo, Spülung, Kur und eventuell eine Haarcreme sind wichtig, damit das Haar nicht austrocknet und spröde wird. Ohne diese Mittelchen verfilzt das Haar recht schnell und bricht in den Spitzen. Dann hilft nur noch abschneiden. Es ist zu empfehlen, einen kleinen Anteil der Haarkur /-creme nach dem Waschen in den Haarspitzen zu lassen, das erleichtert das kämmen mit der Nylonbürste. In Maßen und gut verteilt wird das Haar auch nicht klebrig. (Kur und Creme generell auf der Kopfhaut vermeiden).

Sinnigerweise sollte die Lockenpracht nicht geföhnt werden, allenfalls am Ansatz angetrocknet, damit sie nicht aufblähen. Zu heiße Föhnluft sollte immer vermieden werden, damit das Haar nicht austrocknet und splisst.

Ist die Haarpracht trocken, bedarf es lediglich das „kämmen“ mit den Fingern oder einem breiten Afrokamm. Andere Bürsten reißen unter Umständen zu sehr an den Haaren, bauschen die Locken auf und lassen sie matt wirken.

Föhnbürsten
Bei Föhnbürsten zum Form- oder Glattföhnen der Haare sollte man immer auf welche mit Naturborsten und Nylonstiften zurückgreifen. Insbesondere beim Glattföhnen von Locken. Alle anderen Kunststoffbürsten machen das Aufwickeln auf die Rundbürste nur komplizierter und elektrisieren zudem schon beim Trocknen das Haar. Die Größe der Rundbürsten wird durch die Haarlänge und gewünschte Haarformung bestimmt.

Tipp / Erfahrungshinweis
Stachelbürsten verheddern sich gerne im Haar, wenn sie zu nah an der Kopfhaut in das Haar eingedreht werden. Im schlimmsten Fall muss die Bürste sogar herausgeschnitten werden. Also nie zu fest die Bürste eindrehen und von der Kopfhaut fern bleiben.

Haarbürstenpflege
Es gibt nichts Unappetitlicheres als lose Haare und Staubflocken zwischen den Borsten der Haarbürste oder Zähnen des Kamms.

Putzen Sie mit einer Bürste die andere.
Die Bürsten einfach im Waschbecken einweichen. Danach mit etwas Shampon auf den Bürsten beide solange aneinander reiben, bis die Haare sich absondern. Das so entstehende Haarknäuel kann dann mit einem Kamm (der wird dann auch gleich mit gereinigt) heraus gekämmt werden. Die Kämme und Bürsten dann einfach mit klarem Wasser abspülen.