
Men’s Life Today: Grooming & Style
By Greg Melville for Men’s Life Today
Schon vor Tausenden von Jahren rückten Höhlenmenschen ihrer Gesichtsbehaarung mit Steinklingen zu Leibe. Ein schwieriges Unterfangen – vor allem die „Rasur“ im Halsbereich muss ebenso eine große Herausforderung gewesen sein wie die Mammutjagd. Was unsere Vorfahren nicht wussten (und vielleicht ist vielen Menschen im Zeitalter von iPhones und Wii-Konsolen diese Tatsache ebenfalls neu), ist, dass diese Art der Schönheitspflege die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen lässt, den Zustand der Haut verbessert, Falten entgegenwirkt und – wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge – die Attraktivität erhöht. Wir erklären Ihnen, wieso.
Am Arbeitsplatz Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Eine Studie der Universität Stockholm ergab, dass die Tatsache, ob Sie einen Bart tragen oder nicht, andere dazu verleitet, Vermutungen über Ihre Qualifikation für bestimmte Tätigkeiten anzustellen. Psychologen zeigten den Studienteilnehmern Fotos von Männern mit und ohne Bart und baten sie zu entscheiden, welche Tätigkeit am besten zu welcher Person passte.
Das Ergebnis war überraschend: Anscheinend passen Bärte zu Universitätsprofessoren und Wissenschaftlern, bei Büroangestellten sind sie jedoch weniger gern gesehen. Auch für Rechtsanwälte, Jungunternehmer oder Vertriebsmitarbeiter wird eine glatte Rasur bevorzugt. Denken Sie daran, wenn Sie wieder einmal im Reinhold-Messner-Look aus dem Urlaub zurückkehren.
In der Blüte der Jugend Die Rasur sorgt für eine gesunde Haut und wirkt Akne entgegen. Dies hängt mit der sanften Entfernung der obersten Hautschicht zusammen. „Sie reinigt die Poren und reduziert Talgablagerungen, die sich zu Pickeln auswachsen können“, so Dr. Daniel Sheehan, Dermatologe am Medical College of Georgia.
Ein weiterer Vorteil des „Peeling-Effekts“ der Rasur ist, dass die Kollagenproduktion in der Haut angeregt wird. Dies sorgt für mehr Elastizität und verleiht der Haut ein frisches, jugendliches Aussehen.
Im Dickicht Dr. John C. Browning, Dermatologe an der University of Texas, weist darauf hin, dass die Gesichtsbehaarung das Auftragen von Feuchtigkeitscremes behindert. „Eine Rasur legt zudem gewissermaßen Ihr Gesicht offen. So kommt niemand auf die Idee, dass Sie sich einen Bart stehenlassen, weil Sie etwas zu verbergen haben“, so Browning.
Einen Nachteil gibt es jedoch: „Ein frisch rasiertes Gesicht ist natürlich stärker dem Sonnenlicht ausgesetzt. Sie müssen daher Sonnencreme auftragen. Falls Sie einen Mangel an Vitamin-D-Mangel befürchten, das der Körper produziert, wenn die Haut der Sonne ausgesetzt wird, sollten Sie ein Nahrungsergänzungsmittel einnehmen”, rät Browning.
In der Liebe Zwei Studien bringen gute Nachrichten für Männer ohne Gesichtsbehaarung. Die erste stammt von dem internationalen Marktforschungsinstitut Synovate. Sie besagt, dass nur 26 Prozent der Frauen in den USA Männer mit Bart bevorzugen, während 74 Prozent Männer mit rasiertem Gesicht bevorzugen. Der höchste Anteil von Frauen, die bartlose Männer bevorzugen, findet sich mit 94 Prozent in Südafrika, der niedrigste in Kanada – und selbst dort sind es noch 70 Prozent.
Die zweite Studie wurde von Wissenschaftlern der Barry University
in Florida und der University
of Louisville in Kentucky durchgeführt. Einer Gruppe von
Männern und Frauen wurden Bilder von rasierten und bärtigen Männern vorgelegt,
die in Bezug auf bestimmte Charaktereigenschaften bewertet werden sollten. Das
Ergebnis: Glattrasierte Männer wurden als attraktiver, freundlicher, jünger und seriöser eingestuft.”
Greg Melville Greg Melville ist ein ehemaliger Redakteur der Zeitschrift Men’s Journal, der in verschiedenen Publikationen Artikel zum Thema Rasur veröffentlicht hat, darunter auch in Men’s Health. Melville selbst trägt einen kultivierten Bartschatten.
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